TUI Cruises reagiert auf Costa Havarie - Änderungen bei der Seenotrettungsübung

Als erste deutsche Reederei reagiert TUI Cruises auf die Erkenntnisse des Unglücks der Costa Concordia und regelt die Durchführung der Seenotrettungsübungen an Bord ihrer Kreuzfahrtschiffe, Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 neu.

So werden die vorgeschriebenen Seenotrettungsübungen zu Beginn jeder Kreuzfahrt auf den Schiffen von TUI Cruises künftig nicht mehr nach Abfahrt durchgeführt, sondern noch im Hafen des Startortes der Kreuzfahrt. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Durchführung der Seenotrettungsübung innerhalb von 24 Stunden. Das die Ausnutzung dieser Zeitrahmens im Unglücksfall als tragisch erweisen kann, zeigte sich erst kürzlich beim Unglück der Costa Concordia.

Was ändert sich für die Passagiere?

Die Vorziehung der Übung bedeutet für Mitreisende Passagiere lediglich einen Komfortnachteil; üblicherweise findet das Boarding wenige Stunden vor Abfahrt des Schiffes statt, ergo heisst dies für die Kreuzfahrt-Gäste, dass direkt nach Abschluss des Boardings, die Seenotrettungsübung ansteht. Da die gesamte Crew daran beteiligt ist, sollte bedacht werden, dass durch die vorgezogene Notfallübung unter Umständen diverse Service-Leistungen beeinträchtigt werden können, wie etwa die Essenszeiten.

Dennoch ist der Vorstoß von TUI Cruises lobenswert - die Sicherheit geht schließlich vor. Es ist daher davon auszugehen, dass die übrigen Reedereien in Kürze nachziehen werden. Die Neuregelung der Seenotrettungsübung auf den Hochseeschiffen von TUI Cruises, der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2, ist ab sofort gültig.

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